Photovoltaik-Glossar

Amorphe Solarzellen
 
Im Gegensatz zu kristallinen Solarzellen bestehen diese aus einer dünnen, nicht-kristallinen Siliziumschicht, die mittels Aufdampfung auf die Wafer aufgetragen wird. Amorphe Solarzellen werden auch Dünnschicht-Solarzellen genannt und sind wegen ihres geringeren Siliziumbedarfs preiswerter als kristalline Solarzellen, haben aber auch einen schlechteren Wirkungsgrad.
 
 
Diffuse Strahlung
 
Diese tritt auf, wenn Wolken und Atmosphärenpartikel eine direkte Sonneneinstrahlung verhindern. Diffuse Strahlung erzeugt aber dennoch Energie, allerdings weniger als eine direkte Einstrahlung durch die Sonne.
 
 
Direkte Strahlung
 
Sonneneinstrahlung, die direkt auf die Erdoberfläche trifft, ohne von Wolken verdeckt zu werden. Im Gegensatz dazu steht die diffuse Strahlung.
 
 
Dünnschicht
 
Dünnschicht-Solarmodule erkennt man an ihrer dunkelbraunen bis schwarzen Färbung. Sie bestehen aus einer dünnen, nicht-kristallinen (amorphen) Siliziumschicht. Ihr Wirkungsgrad liegt unter dem von kristallinen Solarmodulen. Daher benötigen Dünnschichtmodule mehr Fläche, sind aber preiswerter und bieten Vorteile bei diffusem Licht oder hohen Betriebstemperaturen.
 
 
Effizienz
 
Grundsätzlich beschreibt Effizienz das Verhältnis von Nutzen und Aufwand. Die Energieeffizienz eines stromerzeugenden Bauteils oder Systems beschreibt demnach das Verhältnis der abgegebenen zur eingebrachten Energie. Häufig spricht man auch vom Wirkungsgrad.
 
 
Einspeisevergütung
 
Gesetzliche Vorgabe zur Förderung von Photovoltaik-Anlagen. Einspeisevergütung erhält man, wenn man seinen produzierten Solarstrom über ein netzgekoppeltes System in das öffentliche Netz einspeist. Für jede Kilowattstunde erhält man dafür einen staatlichen Festpreis garantiert 20 Jahre lang.
 
 
Einspeisezähler
 
Wird in einer netzgekoppelten Photovoltaik-Anlage neben dem normalen Stromzähler installiert. Misst die von der Photovoltaik-Anlage produzierte und dann ins öffentliche Netz eingespeiste Strommenge in Kilowattstunden. Auf Grundlage dieser Messung wird ermittelt, wie viel Strom Sie Ihrem Stromnetzbetreiber in Rechnung stellen können (Einspeisevergütung).
 
 
Erneuerbare-Energien-Gesetz
 
Abk.: EEG. Gesetz zur Förderung der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energiequellen. Dient vorrangig dem Klimaschutz und gehört zu einer ganzen Reihe gesetzlicher Maßnahmen, mit denen die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern wie Erdöl, Erdgas oder Kohle verringert werden soll.
  
 
Hinterlüftung
 
Wichtig beim Anlagenbau: Ausreichende Hinterlüftung hält die Temperatur der Solarmodule niedrig und erhöht damit den Energieertrag.
 
 
Ingot
 
Engl. für Barren. Bezeichnet einen Block aus Halbleitermaterial, zum Beispiel aus Silizium. Kann monokristallin oder polykristallin aufgebaut sein. Zur Herstellung von Solarzellen werden Ingots in Wafer zerschnitten.
 
 
Klimakammer
 
Teil einer Photovoltaik-Testanlage. Solarmodule und andere Komponenten werden hier verschiedenen Dauerbelastungstests unterzogen. In der Klimakammer werden sie unterschiedlichen Temperaturen und Witterungsverhältnissen ausgesetzt. Weiteres Testinstrument: der Flasher.
 
 
Kristalline Solarzellen
 
Bestehen aus hochreinem, kristallinen Silizium. Je nach der Kristallstruktur unterscheidet man monokristalline Solarzellen und polykristalline Solarzellen. Grundsätzlich verfügen kristalline Solarmodule über einen höheren Wirkungsgrad als Dünnschicht-Solarmodule und bringen auf wenig Fläche mehr Gewinn!
 
 
Lichtabsorption
 
Aufnahme und Verwertung des einstrahlenden Lichts. In der Photovoltaik heißt das: Je besser die Lichtabsorption der Solarmodule, desto höher der Wirkungsgrad.
 
 
Monokristalline Module
 
Erkennt man an ihrer schwarzen bis bläulichen Farbe. Im Unterschied zu polykristallinen Solarzellen bestehen sie aus einem einzigen Kristall und haben den höchsten Wirkungsgrad im Vergleich zu anderen Siliziumzellen. Monokristalline Solarzellen haben eine Lebensdauer von mehr als 20 Jahre und werden bevorzugt dort eingesetzt, wo nur eine begrenzte Fläche zur Stromerzeugung zur Verfügung steht.
 
 
Montagegestelle
 
Halterungen, mit denen die Solarmodule auf Dächern oder anderen Untergründen montiert werden. Wir verwenden lediglich Montagegestelle namhafter Hersteller; alle Produkte sind selbstverstädnlich zertifiziert und zugelassen.
 
 
Neigungswinkel
 
Winkel zwischen den Solarmodulen und der Horizontalen. Der optimale Neigungswinkel liegt bei etwa 30°. Abweichende Neigungswinkel sind in der Regel auch kein Problem.
 
 
Netzeinspeisung
 
Anschluss der Photovoltaik-Anlage an das öffentliche Stromnetz zwecks Einspeisung des Solarstroms. Ein Wechselrichter fungiert dabei als Bindeglied und wandelt den erzeugten Gleichstrom in Wechselstrom um. Netzgekoppelte Solarstromanlagen benötigen keine Batterien.
 
 
Peak-Leistung
 
Spitzenleistung eines Solarmoduls (engl. Peak = Spitze). Wird mit einem kleinen „p“ hinter der Energieleistung Kilowatt gekennzeichnet: kWp. Die Peak-Leistung gibt die Leistung an, die ein Solarmodul bei voller Sonneneinstrahlung erreicht. Sie wird häufig auch als "Nennwert“ oder "Nennleistung" bezeichnet und basiert auf Messungen unter optimalen Bedingungen.
 
 
Photovoltaik
 
Abk.: PV-Technik, mit deren Hilfe Sonnenenergie durch Solarzellen in elektrische Energie umgewandelt wird.
 
 
Wafer
 
Hauchdünne, meist quadratische Scheiben aus Silizium, aus denen Solarzellen hergestellt werden.
 
 
Wechselrichter
 
Herzstück zwischen Solarmodulen und Stromnetz. Wandelt den Gleichstrom der Solarzellen in netzkompatiblen Wechselstrom um. Versorgt bei netzunabhängiger Stromversorgung alle wechselstrombetriebenen Elektrogeräte. Siehe auch Backup-Systeme.
 
 
Wirkungsgrad
 
Beschreibt die Effizienz (Verhältnis der abgegebenen zur eingebrachten Energie) einzelner energieerzeugender Komponenten oder ganzer Systeme.

Heizen zum Nulltarif M. Schlüter

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Martin Schlüter
Erneuerbare Energien

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